Versammlung der Achatius-Brüder begrüßte Vorschlag des gemeinsamen Ausschusses
Von Andreas Hasenkamp
Münster-Wolbeck. Mit einem Tagesordnungspunkt von historischer Bedeutung tagte am Ostermontag die Achatius-Bruderschaft beim Krugwirt. Etwa 125 Brüder waren gekommen, dazu Präses Pfarrer Jörg Hagemann und etliche Nikolai-Brüder: der König Daniel Rotenberger, der erste und der zweite Scheffer, Markus Penfare und Wolfgang Runtenberg sowie Oberst Andreas Overmann.
Die Arbeit des gemeinsamen Ausschusses von Achatius- und Nikolai-Bruderschaft würdigten nun auch die Achatiusbrüder und bejahten dessen Vorschlag. Die Nikolai hatte dies bereits am 17. März getan (die WN berichteten). Damit ist die Basis für die weitere Arbeit des Ausschusses gelegt, die im nächsten Jahr in eine Abstimmung der Mitgliederversammlung über die nötige Statutenänderung münden soll. Dann entstünde zu Ostern 2014 die „St. Achatius Nikolai Bruderschaft Wolbeck“.
Der Vorschlag des Ausschusses hatte zuvor den Brüdern vorgelegen, es habe fünf Rückmeldungen gegeben, so Günter Guderian, Mitglied des Ausschusses. Sie seien eingearbeitet worden.
Geprüft hat der Vorstand der Achatius auch die Idee eines Bruders, einen eingetragenen Verein zu gründen, um damit die Option auf finanzielle Zuwendungen zu erhalten. Die Rücksprache mit einem Anwalt habe jedoch ergeben, so Alfons Kuhlenkötter, 1. Scheffer der Achatius-Bruderschaft, dass dies mehr Nach- als Vorteile bringe.
Lebhaft war die Diskussion um das Verfahren, angestoßen von Rolf Linnemann. Für die Breite der Beteiligung und des Interesses sprachen die zahlreichen Wortmeldungen von Brüdern und ehemaligen Scheffern. Rolf Linnemann bemängelte, dass über den Vorschlag des Ausschusses „als Paket“ abgestimmt werden solle. Man solle die Punkte einzeln diskutieren und abstimmen. Dieser Ansicht folgten wenige. Viele nahmen Stellung, die Mehrheit verwies darauf, dass sie den Ausschuss gewählt hätten und bereits Chance zur Stellungnahme bestanden habe. Für die Diskussion im Detail sei bei der Versammlung keine Zeit. So wurde über den Gesamt-Vorschlag abgestimmt: Eine Enthaltung, zwei Gegenstimmen – der Rest sagte „Ja“.
Kuhlenkötter würdigte die „gute Zusammenarbeit“ mit den Nikolai-Brüdern.
2013 feiern beide Bruderschaften separat. Für die Achatiusbrüder läuft das Schützenfest vom 7. bis zum 9. Juni. Eine Woche zuvor ist „Bierprobe“. Kuhlenkötter warb auch mit viel Musikangebot für das Wochenende – Spielmannszug, Blaskapelle Ascheberg, DJ Wolfgang Bauerbach und Tanzband Fernandos.
Sehr „langatmig“, so Kuhlenkötter, sei das Protokoll ausgefallen, das der 2. Scheffer Werner Schmidt zu verlesen hatte. Das wolle man gerne ändern.
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Ein klares Votum für weitere Vorarbeiten zur Fusion der Bruderschaften gaben die Achatius-Brüder. Foto: agh.