20.01.2026

Sportlich-geselliger Auftakt zum Schützenfest 2025

Münster-Hiltrup -agh-. Hinter Trommeln und Lyra des Spielmannszuges Spielvereinigung Hiltrup leuchtet kreisrund in Gelb, Weiß und Rot eine gewaltige Dart-Scheibe heraus – am Freitagabend war der Platz neben der Vogelstange des Bürgerschützenvereins von 1851 Hiltrup mehr als in früheren Jahren. Die Schützen richteten zum Beginn des Schützenfestes erstmals eine „Challenge“ aus.

Die Idee hatten Oberst Martin Wiesmann und Kai Kauling, 1. Vorsitzender. Der Vorstand und die Offiziere nahmen sich des Projekts an. König Joachim Schilling sponserte die Dart-Wand. Klaus Stüllenberg, 2. Vorsitzender und Presse-Beauftragter lobte den Oberst für die Entwicklung und Umsetzung, das seien immerhin zwei Dinge.

Der Erfolg war beachtlich: Die vorgedruckte Tabelle mit 15 Zeilen reichte nicht, eingetragen waren zum Start 17 Teams mit je drei Personen.

Der Tambourmajor Thomas Boer ließ spontan einen kleinen Jungen mit seinem Majorstock die 29 Musiker mitdirigieren, nach dem Stück „Glory Land“ als Finale rief Wiesmann: „Die Challenge kann beginnen!“

Weil einige Schützen bei einem Familienabend die Challenges schon getestet hatten, trat ein Team am Freitag als „Titelverteidiger“ an, andere als „Master of Desaster“, „Vogelgrippe“, „Crazy Girls“, „Die wilden Hühner“ oder „Gegen uns hätten wir auch gewonnen“. Nicht so einfach: Der Wald erwies sich als weit größer als die Fußball-Dartscheibe, die Hufeisen waren zwar aerodynamisch anspruchslos zu händeln, neigten aber zum Drehen und nach dem Auftreffen auf Boden oder die angezielten Stahlstangen zum Springen; Wenn es metallisch klirrt, gibt es noch lange keinen Punkt. Am ehesten berechenbar war das Luftgewehrschießen im mobilen Schießstand des Vereins.

Bedachtsamkeit und Ziel-Instinkt zahlten sich dennoch häufig aus, man spornte sich wechselseitig an. Die Bürgerschützen nahmen dabei gern auch Nichtmitglieder mit ins Geschehen, so beim Team „Melonenfresser“: Die befreundeten Schützen Hendrik Buermann und Lucien Boer nahmen Katinka Behnen in die Challenge.

Unterm Riesen-Fallschirm zwischen Bäumen und später mit Illumination ließ sich das Treiben beim gastfreundlichen Schützenverein von Stehtischen und Bänken aus verfolgen, bis spät in die Nacht. Auch die Kinder konnten das eine oder andere schon mal probieren – am Sonntag gibt es mittendrin das Kinderschützenfest.

Beim Hufeisen-Wurf erwiesen sich „2. Freitag-Stammtisch im Monat“ als treffsicher, beim Dart die „Korn-Katapulte“, am Luftgewehr brillierten „Ich & und die anderen beiden“.

2026 spielt die Premiere der „Challenge“ vielleicht schon eine Rolle in einer Ausstellung – man feiert Jubiläum.

Ob die Challenge das dreifache Vogelschießen beflügelt, zeigt sich am Sonntag wieder im Sandfortsbusch. Am Samstag geht es von Haus Bröcker zum Ehrenmal und zum Königsabend. Da wird dann marschiert, aber kürzer als früher, auch wegen der Sicherheit, so der König. Mit dabei sind am Montag vier Offiziere zu Pferd und ein Zweispänner mit Majestäten.