20.01.2026

Vernissage im Gallitzin-Haus in Angelmodde

Münster-Angelmodde. „Vielseitig“ oder „breit gestreut“ sind die Exponate aus Kunstkursen des Gymnasiums Wolbeck im Gallitzin-Haus. Oder „disparat im künstlerischen Gehalt“. Für das Ganze, das firmiert unter dem Motto „Einblicke“, hat man ein Werk ausgewählt für die Einladungs-Karte. Es ist eine Sammlung von Zitaten aus der Kunstgeschichte. Die zerfließende Analog-Uhr des Surrealismus von Salvador Dalis „Die weichen Uhren“ von 1931, anspielend auf die Beständigkeit der Erinnerung, Franz Marcs „Blaues Pferd“, C. F. Friedrichs Wanderer über dem Nebelmeer, die Finger aus Michelangelos Erschaffung Adams (durch Gott) in der Sixtinischen Kapelle, noch einmal Dali mit einem Elefanten auf Spinnenbeinen, anspielend auf Macht und Unterbewusstsein. Verwischt sind darin die Grenzen für Realität und Fantasie.

Eigentlich kein schlechter Grundgedanke für eine solche Ausstellung. Der Maler Otto Waalkes hat einmal die Beständigkeit der Erinnerung auf seine Art gemalt, unverkennbar anders und offensichtlich intensiv zitierend. Was findet sich in der Ausstellung „Einblicke“ an Wegen der Verarbeitung früherer Gedanken oder eigener Gedanken?

Ermöglicht hat die Ausstellung die Kooperation der Verein Heimatfreunde Angelmodde mit dem Gymnasium, unterstützt vom Förderverein des Gymnasiums Wolbeck. Kuratiert haben Hans-Georg Dornhege und Gabriele Krafeld.