Grieche aus Ahlen begeistert im Kulturbahnhof Hiltrup
Münster-Hiltrup. Bevor Dimitrios Kassiouris zu seinen Gitarren und der Mundharmonika auf die Bühne des Kulturbahnhofs steigen durfte, warnte einer vom Team des Kulturzentrums: „Dimi“ werde „einheizen“, so Theo Möhring, wenn auch mehr „emotional“.
Heiß war es Sonntagnachmittag ohnehin, aber für seinen schon zweiten Auftritt binnen acht Tagen, nach den „Frühstücksnoten“, waren dennoch viele Gäste gekommen – auch noch zur nachmittäglichen „Abendkasse“. Die Gäste fühlten sich schnell sichtlich wohl, verfolgten aufmerksam Spiel und Erzählungen, hatten etwas zu schmunzeln und viel zu applaudieren. Singer-Songwriter ist Kassiouris alias „Dimi“, dazu Storyteller und Rock’n Roller. Los ging es mit entspannt mit Bruce Springsteen, ein Stück von U2 legte er dazu – die anderen Stücke hat er selbst verfasst. So wie seine Lebensgeschichte, von der er einige Stationen mit trockenem Humor zum Besten gab. von Athen bis Ahlen, vom Mittelmeer an die Werse, und auf die Bühnen. Anklingen ließ er, was die Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen bei ihm anrichtete. Vor einem iPad zu spielen, Hörer via Datenkabel zu erreichen – sein Ding war das nicht. Auf der Bühne, nah am Publikum, geht er auf, verspricht nach Folk auch andere Genres: Für das Verbinden der Genres Rock ’n‘ Roll, Country und Blues ist er bekannt. Sein Thema in Hiltrup: insbesondere „die Liebe“, eingebaut in den einen Song für die Damen, einen anderen für die Männer.
Das holt er lässig aus der Kehle und den Saiten. Als Jugendlicher habe er mit der Musik begonnen: Mit der Gitarre vor dem Ganzkörper-Spiegel aus dem Schlafzimmer seiner Mutter, als Publikum seine Kuscheltiere. Die ersten zwei Jahre habe er nicht Gitarrespielen können. Aber Posen – „das mach ich heute beruflich!“.
So bot Kassiouris in Hiltrup viel Erfrischendes zum Mitfühlen und Mitgehen. Und die Gitarre – wie auch die Mundharmonika – beherrscht er längst. () Gern nah am Publikum: Dimitrios Kassiouris im Kulturbahnhof Hiltrup. Foto:
