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Der Zauber der Macht – und sein Preis
[Münster, 27.03.2026] In einer Zeit, wo politische Debatten zunehmend von emotionaler Zuspitzung und dem Einfluss charismatischer Akteure geprägt sind, erhält Thomas Manns Novelle MARIO UND DER ZAUBERER neue Brisanz. In der Bühnenfassung von der italienischen Regisseurin Luisa Guarro fordert Mario und der Zauberer am Wolfgang-Borchert-Theater auf, kritisch zu hinterfragen, wo Zustimmung endet und Manipulation beginnt – und wie gefährlich es ist, sich der Illusion einer einfachen Antwort hinzugeben.
In Zeiten wachsender politischer Spannungen und populistischer Strömung entstand die Vorlage von Thomas Mann aus dem Jahr 1930 und wurde schon bei ihrem Erscheinen als politische Parabel auf den aufkommenden Faschismus gelesen. Die Novelle schildert, wie in einem italienischen Badeort ein charismatischer Hypnotiseur sein Publikum gekonnt lenkt und manipuliert – und führt damit eindringlich vor Augen, wie leicht Gesellschaften durch Verführung und autoritäre Rhetorik in irrationales Verhalten geraten können.
Karten für die Vorstellungen am 01. und 02. April sind online unter www.wolfgang-borchert-theater.de oder an der Theaterkasse montags bis freitags von 10–13 Uhr und 14–18 Uhr sowie telefonisch unter 0251 40019 erhältlich.
Foto: Das Publikum (Niclas Kunder, Katharina Hannappel & Rosana Cleve) in MARIO UND DER ZAUBERER. © Laura Ritter