15.01.2026

Förderkreis Achatius-Haus weiter mit ambitionierten Projekten

Münster-Wolbeck -agh-. Der Rückblick fiel günstig aus, die Ausschau zeugt von Ambitionen. Am Dienstagabend trafen sich zwei Dutzend Mitglieder des Förderkreises Achatius-Hauses in dessen Caféteria zur Jahresversammlung.

Ganz ohne geheime Wahl kürten sie Christina Schulte als stellvertretende Vorsitzende und Wilhelm Runtenberg als Kassenprüfer. Im Amt bestätigten sie einstimmig die Vorsitzende Barbara Hoebink-Johann, Kassenprüfer Dieter Hruschka und die Beisitzer Horst Saadhoff, Alfred Gerritz und Rosemarie Wehning. Und die Schriftführerin Ursula Wieteck? „Nicht wegzudenken! Beide Arme hoch!“ Helmut Meinel kandidierte nicht mehr für den Stellvertreter-Posten. Er will in beratender Funktion für den Vorstand tätig sein.

Während des Pfarrfestes gewann der Förderkreis zwei ehrenamtliche Fahrer für den Fahrdienst zur Reha. Die Musiktherapie habe sich bewährt, so Hoebink-Johann, und solle vorerst weiter unterstützt werden. Vielleicht auf Dauer. Andere Aktionen, die der Förderkreis unterstützt hat, umfassen unter anderem ein Gästebett, das jetzt mit Erdbeeren und Lavendel prunkende Hochbeet, eine Vortragsreihe, ein Duschbett, ein Defibrillator und das Wasser-Klangbett (WN vom 23. und 24.05.2006) im Snoeselen-Raum sowie Zuschüsse für Sonderkosten und Medikamente.

Ein „Netzwerk kleine Hilfe“ will der Förderkreis aufbauen. Ein zweites, nicht einfaches Unterfangen: Die Verkehrssituation soll entschärft werden, indem die 30-Stundenkilometer-Zone auf der Münsterstraße deutlich verlängert wird. Sie solle bis zur Ampel „Am Borggarten“ reichen. Mit Nachdruck schilderte Kassierer Siegfried Rosemann die gefährlichen Situationen, in die auch Mütter mit Kindern in der Mittagszeit gerieten. Man müsse, so die Lehre aus der nachträglich für Rollstuhl- und Rollator-Fahrer glatter gestalteten Fußgänger-Brücke, die Verantwortlichen die Lage ganz plastisch selbst erleben lassen. Hoebink-Johann dankte Rosemann für seine Arbeit bezüglich der Brücke: „Das sieht nach nichts aus, füllt aber einen halben Aktenordner.“ Für die 30-Stundenkilometer-Zone hat der Förderkreis Unterschriften viele Unterschriften gesammelt – von Eltern, deren Kinder in den Kindergarten gehen über Bewohner des Achatius-Hauses und deren Angehörigen bis hin zu Taxi-Fahrern. Mit Unwillen vermerkten die Versammelten, dass es wohl keine Radar-Kontrollen der Polizei geben werde. Bernhard Sandbothe warb dafür, einer Gruppe von Bewohnern einige Tage „Tapetenwechsel“ in einem behindertengerechten Selbstversorger-Haus an der Nordsee möglich zu machen.

Andreas Barthold, Geschäftsführer der Haus Heidhorn GmbH, dankte dem Förderkreis für seine Hilfe. Sandbothe zeigte sich sehr stolz auf die Gruppe von vier Ehrenamtlichen, die sich in der Sterbebegleitung engagieren. Das Achatius-Haus sei „wirtschaftlich sehr, sehr stark“. Er sei froh „über jedes Jahr, wo man den Stand halten kann“. „Es spricht nichts dagegen, aber alles dafür“, beschied Sandbothe die Anfrage des Gewerbevereins, ob der Weihnachtsmarkt am Achatius-Haus stattfinden könne.

Bildunterschrift:

Begleitet vom dankbaren Heim- und Wahlleiter Bernhard Sandbothe (l.) und Andreas Barthold, Geschäftsführer der Haus Heidhorn GmbH, präsentiert sich der teilerneuerte Vorstand des Förderkreises Achatius-Haus vor dem Beitelhoff-Pavillon.