15.01.2026

Reinhard Plettenberg im Gespräch mit Dimitrios, Sandra Landwehr und Christoph Güsken

Münster-Hiltrup (agh). Im dritten Jahr von „Frühstücksnoten“ spielte dessen Begründer und Moderator etwas mit seinen Unzulänglichkeiten: Diesmal habe er alle drei Gesprächspartner erst in der letzten Woche angesprochen, so Reinhard Johannes Plettenberg.

Seit Sommer 2023 gebe es die „Frühstücksnote“, so Plettenberg, und dankte den vielen Helfern des Kulturbahnhofs. Es sei wieder ausverkauft, bestätigte Monika Bartels den WN.

Sandra Landwehr, Leiterin der Ballettschule in Hiltrup erzählte zuerst. „Tanzen ist Träumen mit den Beinen.“ „Es ist so ein Gefühl, dass man das machen muss. Wir fühlen uns dann frei.“ Es sei auch eine Gegenbewegung zur „technisierten Welt“. „Ich bin immer wieder gerührt, wenn ich diese Kinderlassen unterrichten darf.“ Landwehr berichtete von den Wettbewerbs-Reisen ihrer Leistungssport-Eleven z.B. nach Spanien und Portugal. Zwei Vize-Weltmeister-Titel holten sie 2024. Die Gründerin eines Fördervereins fürs Ballett wünschte sich mehr Anerkennung aus Münster, und einen Sponsor nicht aus Spanien, sondern aus Münster.

Die Eltern seien sehr engagiert, arbeiteten viel mit. „Die eigentliche Leistung kommt vom Kind.“ „Wir haben Kinder nach Hamburg abgegeben, ans Opernhaus, wir haben Kinder an der Palucca-Hochschule für Tanz Dresden“. Und: „Wir haben ein Kind abgegeben in die Waganowa-Akademie nach Russland.“ Ein Problem? „Wir wollen kein politischer Zankapfel sein, sondern wir machen Kunst“, so die schlichte Antwort.

„Dimi on the Rocks“ war diesmal Musiker und Gesprächspartner zugleich. Dimitrios kam als Jugendlicher wegen eines süßen Frühstücks-Elements aus Athen nach Ahlen, vor dem Gespräch öffnete er sich schon in seinem Song und begleitenden Worten. Das hier sei neu für ihn: Bei Tageslicht zu spielen, Wasser zu trinken – als Musiker experimentiere er ohnehin. Er finde es gut. Auch, weil er am Sonntag, 20.7.2025, erneut bei Tageslicht wieder im Kulturbahnhof spielen und singen wird.

„Das Wunder von Hiltrup“ heißt ein Buch des Schriftstellers Christoph Güsken, ein anderes „Lies mir das Buch vom Tod“. Auch hier drehte sich das Gespräch mit Plettenberg bald um die Freiheit des Schaffens. Mit Hörbüchern und den vielfältigen Einflüssen bei Drehbüchern hat Güsken Erfahrungen gesammelt – bei Büchern habe er die größte Freiheit, die schätze er.

Am Ende vieler Überraschungen und Musik überzog Plettenberg die Zeit – zu stören schien es nicht.