17.12.2025

Grünes Licht für Reaktivierung der WLE von der Bezirksregierung

Prüfung startete 2020: Grünes Licht für Reaktivierung

Im Jahr 2020 begann die Bezirksregierung Münster mit der Prüfung zur Wiederaufnahme des Bahnverkehrs zwischen Münster und Sendenhorst. Nun ist die Genehmigung zum Reaktivierungsprojekt erteilt. Der offizielle Planfeststellungsbeschluss wird für Januar 2026 erwartet. Rund 133 Millionen Euro werden dafür investiert.​

Kontroverse um die Strecke

Lange war die Reaktivierung der 21 Kilometer langen WLE-Trasse war strittig. Insbesondere Anwohnende brachten immer wieder Einwände vor und können weiterhin rechtlich gegen das Projekt vorgehen. Befürworter wie der Fahrgastverband „Pro Bahn NRW“ begrüßen die Entscheidung. Erwartet werden rund 6.500 Fahrgäste täglich.​

Startschuss für neue Züge

Vor über 50 Jahren wurde der Personenverkehr auf der Strecke eingestellt; mancher Bahnhof abgerissen – wie in Angelmodde-Dorf. Ab der zweiten Hälfte des Jahres2027 sollen wieder moderne Triebwagen verkehren – mit ehrgeizigem, aber laut Projektleitung realistischem Zeitplan. Erstmals kommen im Münsterland batterieelektrische Züge zum Einsatz, die ihre Akkus in Münster laden und emissionsfrei unterwegs sind.​

Investitionen in Infrastruktur

Bis zur Inbetriebnahme müssen Gleise und Signaltechnik modernisiert, Haltepunkte neu gestaltet und Bahnübergänge überarbeitet werden. Auch Begegnungsstellen für die Nutzung durch mehr als einen Zug entstehen neu.​

Teil eines größeren Plans

Die Wiedereröffnung der WLE-Strecke ist Startpunkt für die S-Bahn Münsterland. Dichtere Takte und bessere Vernetzung sollen Münster und die Region enger verbinden, den ländlichen Raum stärken und mehr klimafreundlichen Verkehr auf die Schiene bringen.

Die Entscheidung begrüßt hat am 20.11.2025 Henning Rehbaum. Auf „Facebook“ schreibt er: „Bereits ab Sommer 2027 sollen dort wieder Züge rollen – und zwar vollelektrisch. So werden zum Beispiel auch meine Heimatgemeinde Sendenhorst, aber auch Nachbarorte wie Hoetmar, Vorhelm oder Enniger davon profitieren, dass Münster auf direktem Wege erreichbar sein wird und ebenso können Pendler aus Münster die großen Industriebetriebe im Kreis Warendorf oder z.B. das Krankenhaus in Sendenhorst schneller erreichen. Eine großartige Nachricht, nicht nur für Albersloh-Sendenhorst sondern auch für die geschätzten 6.500 täglichen Pendler, die die WLE nutzen werden.“

Weitere Quellen:

https://www.bezreg-muenster.de/presse/pressemitteilungen/aktualisierte-planunterlagen-fuer-das-planfeststellungsverfahren-der

https://www.nwl-info.de/newsroom/detail/nachricht/wiederaufnahme-des-personenverkehrs-auf-der-bahnstrecke-muenster-sendenhorst-start-der-naechsten-projektphase.html