07.02.2026

Standort für neues Gerätehaus wird geprüft

Münster-Wolbeck (agh). „Sollen wir die Türen aufmachen?“ Dann wäre am Samstagabend wohl der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr durch die Generalversammlung des Löschzugs Wolbeck gezogen, auf seinem Weg zur „Zickensitzung“ nebenan im Festzelt.
Dazu kam es nicht. Berthold Aland, der Führer des Löschzugs begrüßte stattdessen den Leiter der Feuerwehr Münster, Gottfried Wingler-Scholz, den neuen Verbindungsmann Marc Kleine Hohmann, den Stellvertretenden Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr, Paul Everding, und den stellvertretenden Vorsitzenden des Stadtfeuerwehrverbandes Martin Bach.
Versammelt hatte sich der Löschzug erneut im Fahrzeugraum – oben reicht der Platz nicht mehr. Der Löschzug umfasst derzeit 40 Feuerwehrleute; hinzu kommen 25 Ehemalige. In der Jugendfeuerwehr-Gruppe 3 sind drei Jugendliche aus Wolbeck dabei.
Der spannendste Einsatz, so Schriftführer Kevin Nicholson, sei ein Gas-Einsatz gewesen. Bei Arbeiten für das Glasfasernetz wurde eine Gasleitung der Stadtwerke beschädigte. Die Feuerwehr evakuierte, sicherte und unterstützte die Stadtwerke beim Setzen von Dichtkissen – gut sechs Stunden dauerte der Einsatz. Erfreulich: Es gab weniger Fehlalarme durch Rauchmelder. Häufig erwies sich ein Problem nicht als Sache der Feuerwehr, man rückte schnell ab. Die Wehr unterstützte bei einer Evakuierung wegen eines Kampfmittel-Fundes. Mehrfach war Qualm auf angebranntes Essen zurückzuführen. Ein Haus musste über den Balkon betreten werden, um Mutter und Tochter zu vereinen. Manche Person, die vermisst oder als hilflos vermutet wurde, erwies sich als verreist. Etwa 2400 Stunden steckte der Löschzug in Aus- und Fortbildung. Der Zug unterstützte Marc Andre Knauer in seiner Ausbildung zum Gruppenführer – das sei „für den Löschzug absolutes Neuland“ gewesen, so Aland. Er zählte für 2025 3960 Stunden Dienst der Freiwilligen. 20 Übungsabende absolvierte die Jugendfeuerwehr. Sie befasst sich mit Funklehre, Reanimation und Brandbekämpfung und durchlief die Atemschutz-Strecke.
Wingler-Scholz verwies auf die verbesserte Lage in Südost durch die Rettungswache an der Amelunxenstraße. Für ein neues, erweitertes Gerätehaus wird ein Geländde an der Ecke Am Borggarten/Telgter Straße geprüft, „ob Bebauungsfähigkeit hergestellt werden kann“. Bei der Ausbildung gebe es „eine positive Wende“.

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