07.02.2026

Drei evangelische Kirchengemeinden aus Wolbeck, Hiltrup und Angelmodde musizieren im Gottesdienst

Münster-Angelmodde -agh-. In zehn Minuten soll in der evangelischen Friedenskirche die offene Probe für „Ein Wochenende voll Musik“ starten, es dringt schon der helle Klang einer Querflöte heraus. „Alle aus den Kirchengemeinden Wolbeck, Hiltrup und Frieden, die gerne singen und musizieren“, waren zum Samstagnachmittag eingeladen, angesagt neue geistliche Lieder. Drinnen übt Hans-Herrmann Wickel mit der Band, mit Klavier, E-Gitarre, Schlagzeug, Saxofon, Gitarre, an der E-Gitarre Pfarrer Klaus Maiwald aus Hiltrup, Wickel am E-Piano. Die Noten für „Morgenlicht leuchtet“ sind aufgelegt. Im Saal sitzen schon zwei Dutzend, die zum Chor gehören wollen. Wickel wendet sich an alle: Es seien so viele – jetzt habe man „ein Problem der Aufstellung bzw. ‚Aufsitzung’“. Er platziert Bass-Sänger und Tenöre, davor Alt und Sopran, auch zwei Nachzügler finden Platz und Noten. „Super, dass wir so viele sind. Das Problem ist jetzt, dass gleich noch 13 Bläser kommen.“

Der Chor startet mit „Gott segne dich“. Wickel weist auf den Rhythmus hin, „ein bisschen angeswingt, das Ganze“ wünscht er sich. Eine Blitz-Umfrage ergibt, aus Hiltrup sind vier gekommen, auch neue Gesichter, aus Wolbeck drei. Stimmenweise wird das „Morgenlicht leuchtet“ angegangen, der Sopran zuerst, dann die vier Tenöre, etc. „Was der Komponist gern hören möchte“, sagt Wickel, ist ein kleiner Schlenker in Takt 23“. Es wird komplexer. „Wer sich ganz unwohl fühlt, sing einfach die Melodie mit – die Gemeinde ist ja auch noch da“. Stimme um Stimme fügt sich das Werk zusammen. Nur die Bläser fehlen. Sie proben, ist leise zu hören, im Nebengebäude. Der Chor geht an „Ich lobe meinen Gott“. „Das klingt ja schon gut, aber wir gucken uns nochmal die Stimmen an. Diesmal zuerst die Bässe.

Gut zwei Stunden später steht fast das ganze Ensemble entspannt bei Wasser und Wein im Gemeindesaal der Friedenskirche in Angelmodde ins Gespräch vertieft – der Sonntag kann kommen.