Stefan Sundrup & Band und 2 Be One bespielen das Kaminzimmer des „Wersewerk“ in Angelmode / Musikwoche Südost endet
Münster-Angelmodde (agh). Wenn das Publikum „Ich brauche einen neuen Psychiater“ singt, muss vor ihnen eine besondere Band spielen. Zum doppelten Abschluss-Konzert der Musikwoche Südost ging es am Mittwoch zum Restaurant „Wersewerk“. „2 Be One“ und Stephan Sundrup & Band traten auf.
Gesang zum Hinhören lieferten Stephan Sundrup & Band. Sundrup lieferte vorab Details zur friedlichen Koexistenz von Vegetariern und Karnisten, dem Wert von Phasen der Abwesenheit des Anderen, auch zur Problematik, sich „Tierfilme“ anzuschauen – das war die aus dem Leben gegriffene Überleitung zum „Vegetarischen Werwolf“. In dessen schwierige Welt sich Sundrup versetzt, um tier-mitfühlend zu enden. Eher humoresk ist dann der Hilferuf nach einem neuen Seelenklempner, schlicht „Psychiater“ betitelt. So ist das Publikum eng dran bis mittendrin bei den selbstgemachten Stücken, auch mit einem kleinen Mit-Schunkler. Viel Applaus galt auch den musikalischen Leistungen des geschichten-erzählenden Sextetts, nicht zuletzt den Gitarristen und Marcel Langenohl am Akkordeon.
Kraftvolle bis zarte Gitarren-Finessen z.B. in „Mr. Brightside“ von The Killers sowie eine gute, kräftige Stimme gab es vom Duo „2 Be One“ zu hören, Detlef Sult und Nadine Leiwe. Sult übernahm auch den humorigen Part als bescheiden kräftiges Selbstlob versprühender Moderator. Cover-Songs sind das Metier der beiden, und da wählten sie vieles, das gut ankam. Oder ihnen selbst gefiel: 1So „King of Pain“ von „Police“ in der Version von Alanis Morissette. Auch dabei „Time after Time“ – „wir können ja alle Musikstile“.
Das „Wersewerk“ nahm zum ersten Mal teil. Eigentümerin Carolin Hahn war erfreut, von Martin Schöne vom Verein „KulturVorOrt Wolbeck“ als Teil des Teams der Kulturwoche Südost angesprochen zu werden. „Ich begrüße solche Konzepte.“ Das Konzert war gut besucht. Sänger Sult resümierte: „Die Leute sind gut drauf.“
