11.03.2026

Musikschule Wolbeck weiht neues Ersatz-Instrument ein

Münster-Wolbeck -agh-.  Ein neues Klavier einzuweihen, dazu hatte die Musikschule Wolbeck am Freitagnachmittag eingeladen. Es gab ein Konzert, es könnte mehr daraus werden. Die Gäste, Schülerinnen und Schüler und andere Interessierte, empfing die musikalische Leiterin der Musikschule Wolbeck, Lara Langguth-Zumbült – dann sahen sie sich zu einem Glas eingeladen, um sie herum strahlte der sonst wenig schmucke Klassenraum in warmen und bunten Farben, der Fokus des Lichts gerichtet auf das neue, schwarze Klavier. Ein besonderes Klavier sei es, so Rudolf Micke vom gleichnamigen Pianohaus, und „nicht selbstverständlich, ein so schönes Instrument in einer Musikschule haben zu dürfen.“ Das Klavier vom Typ „Boston 118“ habe „die DNA von Steinway & Sons“, habe einen Resonanzkörper von 1,18 Metern Höhe. „Was wir als Klavierspieler wünschen, ist immer eine große dynamische Bandbreite, von pianissimo zu fortissimo, und das bietet das Klavier wunderschön an.“ Besondere Hammerköpfe biete es, 88 an der Zahl, einen verstärkenden Resonanzboden aus Fichtenholz und Schall-Austrittslöcher rechts und links.

Finanziert ist dieser Ersatz für ein nach wohl über zwanzig Jahren marodes Klavier aus Rücklagen, so Langguth-Zumbült gegenüber den WN.  Seit Dezember wird es in Wolbeck bespielt. „Das klingt wie ein Raumschiff, das abhebt“, habe ihr ein Schüler seinen ersten Eindruck beschrieben. „Auch für den Unterricht ist Klang total wichtig.“ Der Klang lasse Freude am Klavierspiel wachsen. „Dieses Instrument eignet sich unheimlich gut, wenn man daran unterrichtet wird, „weil man von besonders schönen Klängen umgeben ist.“

Langguth-Zumbült dankte dem Vorstand, die Investition möglich gemacht zu haben und Micke für die „gute Beratung“.

Es seien noch viele weitere Instrumente zu ersetzen, so Dirk Jöstingmeier, 1. Vorsitzender. Das werde noch dauern. Man müsse ansparen, hoffe auf Spenden. Das Sparen für das Klavier habe „bestimmt fünf Jahre gedauert“.

Das Konzert sei für die Lehrkräfte eine schöne Gelegenheit, „mal in den Vordergrund zu treten“, so Langguth-Zumbült. Dann erklangen im vollen Raum Werke von Brahms bis Liszt, Fred Herrsch bis Stevie Wonder, zwei- oder vierhändig gespielt – das Klavier konnte sein Versprechen unter Beweis stellen.

Der Pianist Sebastian Altekamp war unter denen, die sich freuten, bei einer solchen Gelegenheit die eigenen Kollegen spielen zu hören. Angetan war auch Langguth-Zumbült: Vielleicht bleibe es nicht bei diesem einen Konzert.

Neben Altekamp spielten Isabell Bode, Rossana Piccini, Felix Bräuer und Clara Teichmüller, alle Lehrerinnen und Lehrer an der Musikschule Wolbeck.