Das Schulzentrum Hiltrup bekommt einen Erweiterungsbau und eine neue Sporthalle – die Stadt investiert rund 36 Millionen Euro. Der Rat entscheidet am 1. Juli, der Bau startet 2027.
Münster-Hiltrup (sms). Das Schulzentrum Hiltrup steht vor einem großen Umbau. Die Stadt Münster plant einen Erweiterungsbau für die Realschule und eine neue Dreifach-Sporthalle – das ist erst der Anfang. Der Rat entscheidet über den Baubeschluss am 1. Juli. Los geht es Anfang 2027, fertig soll es Mitte 2029 sein. Die Rechnung ist nicht klein: rund 36,2 Millionen Euro kostet allein dieser erste Bauabschnitt.
Erweiterungsbau für die Realschule: Mehr Platz für Unterricht
Im Nordosten des bestehenden Schulzentrums, direkt neben der Johannes-Gutenberg-Realschule, wächst ein dreigeschossiges Gebäude. Darin entstehen Unterrichts-, Fach- und Verwaltungsräume – alles, was die Realschule braucht. Zwei überdachte Gänge verbinden den Neubau mit den bestehenden Räumen. Bevor der Anbau startet, baut die Stadt den alten Verwaltungstrakt ab. Übergangsweise stehen Container für die Verwaltung bereit.
Neue Dreifach-Sporthalle: Doppelte Sportfläche
Die vorhandene Zweifach-Sporthalle bekommt Verstärkung: eine neue Dreifach-Halle direkt daneben. Ein Verbindungsbau mit Geräteräumen, Umkleiden und Nebenräumen verbindet beide Hallen. Das ist wichtig – während der Bauzeit können die Schüler die alte Halle noch nutzen. Die Stadt stellt dafür Container mit Toiletten und Umkleiden bereit, damit der Sportbetrieb läuft.
Klimaschutz im Neubau: Grün, Sonne und Wärmepumpe
Die Stadt denkt bei der Planung an morgen. Die Dächer des Erweiterungsbaus und der neuen Sporthalle bekommen Begrünung und Photovoltaik-Anlagen. Auch die bestehenden Gebäude sollen geprüft werden – vielleicht passen dort auch PV-Anlagen. Für die Wärmeerzeugung nutzt der Neubau eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Die Sporthalle arbeitet mit einer Hybrid-Lösung: Wärmepumpe plus Anschluss ans Nahwärmenetz.
Zeitplan und nächste Schritte
So sieht der Plan für das Schulzentrum Hiltrup aus:
- Ratsentscheidung: 1. Juli 2026
- Baustart: Anfang 2027
- Fertigstellung: Mitte 2029
- Kosten für diesen Bauabschnitt: ca. 36,2 Millionen Euro
Das Gymnasium bekommt schon vorher Hilfe: Ab dem Schuljahr 2026/2027 stehen Fertigbauklassen zur Verfügung. Die sind nötig, weil mehr Schüler aufgenommen werden – Grund ist die Umstellung auf das Abitur nach neun Jahren (G9).
Mehr kommt noch: Weitere Bauabschnitte fürrdas Schulzentrum Hiltrup geplant
Das ist nicht das Ende der Geschichte. In weiteren Bauabschnitten folgen:
- Sanierung und Umbau der bestehenden Gebäude
- Ein zusätzlicher Erweiterungsbau mit Mensa für das gesamte Schulzentrum
- Sanierung des Schulhofs
Jeder Bauabschnitt braucht einen eigenen Ratsbeschluss. Immobiliendezernent Arno Minas erklärt es so: „Aufgrund der Komplexität und der hohen Investitionskosten werden wir das Projekt in mehreren Bauabschnitten in den kommenden Jahren durchführen.“
Das bedeutet: Für Schüler, Lehrer und Sportler wird es die nächsten Jahre eine Baustelle. Aber am Ende hat das Schulzentrum deutlich mehr Platz, moderne Standards und eine bessere Klimabilanz.
