12.06.2026

Theater Münster: „All das Schöne“ – Ein Monolog über Hoffnung und Depression

Theater Münster: "All das Schöne" erzählt von Depression, Hoffnung und den kleinen Dingen, die das Leben lebenswert machen. Ein eindringlicher Monolog am 17. Mai 2026.

Theater Münster zeigt „All das Schöne“: Duncan Macmillans Monolog über einen Jungen, der nach dem Suizidversuch seiner Mutter eine Liste mit kleinen Lebensfreuden schreibt. Ein sensibles Plädoyer für Hoffnung. 17. Mai, 18 Uhr.

Das Wolfgang Borchert Theater bringt am 17. Mai 2026 Duncan Macmillans Monolog „All das Schöne“ auf die Bühne. Das Stück erzählt die Geschichte eines Jungen, der nach dem ersten Suizidversuch seiner Mutter beginnt, eine Liste zu schreiben – mit all den kleinen Dingen, die das Leben lebenswert machen. Theater Münster zeigt damit ein ebenso sensibles wie notwendiges Stück: ein Plädoyer für Weiterleben, ohne dabei zu beschönigen. In einer Zeit, in der psychische Gesundheit mehr Aufmerksamkeit verdient, ist dieser Theaterabend eine Kraftquelle für Besucher, die nach Halt und Hoffnung suchen.

Theater Münster und psychische Gesundheit: Ein leiser Monolog mit großer Wirkung

Der Text von Duncan Macmillan verzichtet auf große dramatische Gesten. Stattdessen setzt „All das Schöne“ auf Unmittelbarkeit: Der direkte Kontakt zwischen Darsteller und Publikum steht im Mittelpunkt. Der Schauspieler Florian Bender verkörpert die Reise eines Menschen vom Kind zum Erwachsenen – vom ersten Schock über den Suizidversuch der Mutter bis hin zu den Jahren, in denen die Liste aus kleinen Dingen zu einem persönlichen Kompass wird. Eiscreme, Wasserschlachten, Versöhnungen nach Streits – nichts Großartiges, aber alles Essenzielle. Theater Münster nutzt diese Einfachheit als Stärke: Das Publikum sitzt nah dran, kann die Wärme und Klarheit des Schauspielers unmittelbar spüren. Wer in diesen Theaterabend geht, taucht ein in die Welt einer Person, die lernt, mit Depression zu leben – nicht sie zu besiegen, sondern sie zu akzeptieren.

Florian Bender und die Kraft der Nähe im Theater

Der Schauspieler Florian Bender trägt diesen Monolog nicht nur, er verkörpert ihn. Seine Präsenz auf der Bühne des WBT-Foyers ist konzentriert und fokussiert. Dabei zeigt die Inszenierung, dass große Kultur in Münster nicht immer Großproduktionen benötigt. Die Reduktion auf das Wesentliche – ein Mensch, ein Saal, eine Geschichte – verleiht „All das Schöne“ seine emotionale Tiefe. Wer psychische Belastungen kennt oder jemanden unterstützt, der mit Depression kämpft, wird sich hier verstanden fühlen. Der Theaterabend belehrt nicht, er begleitet. Florian Bender schafft es, Humor zu bewahren, wo man ihn nicht erwartet, und Tiefe zu zeigen, wo man sie braucht.

Warum dieser Theaterabend jetzt wichtig ist

2026 ist ein Jahr, in dem psychische Gesundheit ein zentrales Thema ist. Mehr Menschen als je zuvor sprechen offen über Depression, Angst und Hoffnung. „All das Schöne“ im Wolfgang Borchert Theater Münster trifft diesen Nerv genau: Das Stück zeigt Depression nicht als Makel, sondern als Teil eines Lebens, das lebenswert bleibt. Es spricht zu Menschen, die selbst kämpfen, zu Angehörigen, die nicht wissen, wie sie helfen können, und zu jedem, der verstehen möchte, wie Hoffnung in schweren Zeiten funktioniert. Theater Münster leistet damit einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag: Es schafft einen Raum, in dem über das Schwere gesprochen wird – leise, eindringlich, wahr.

Der Theaterabend in Münster findet am Sonntag, den 17. Mai um 18 Uhr im Foyer des Wolfgang Borchert Theaters statt. Karten gibt es online oder an der Theaterkasse.

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