Münster-Wolbeck -anh-. Bei der Jahreshauptversammlung von KulturVorOrt Wolbeck geriet der Rückblick ebenso zum Dank für Genüsse wie der Ausblick zur Vorfreude. Zugleich gab es am Freitagabend in der Christuskirche Einblick in die intensive Arbeit des Vorstands und die 19 erschienen Mitglieder hatten Fragen wie Anregungen.
Womit kann man welche Menschen ansprechen? Der Verein KulturVorOrt Münster probiert es aus und hat ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt. „Wir testen aus“, so der zweite Vorsitzende, Martin Schöne“, mit welcher Veranstaltung wir welche Leute anziehen“. Es geht los mit einem Klavier-Solo, weiter mit einer Autorenlesung, Gesang, Gitarre und Texte zum Leben von Leonard Cohen, dem „offenen Vokal-Ensemble“ mit Percussion, Blues, Blechbläser-Ensemble in St. Nikolaus, zum Jahres-Finale mit weihnachtlichen Klassikern aus Pop und Jazz. „Ganz fantastisch – da steckt viel Arbeit drin“, lobte Barbara Hoebink-Johann.
Werbung für sein Programm macht der Verein mit einem Flyer – bald im Druck -, kleinen und großen Aushängen, über die Veranstaltungs-Kalender in Münster, über den Social-Media-Kanal von Münsterland-Touristik, seine eigene Website kulturvorort.info – und Mund-Propaganda.
Wie kommt man an Gelder, um Ausgaben auch für die Bezahlung der Künstler zusammenzubekommen? Ohne die Eintrittspreise erhöhen zu müssen? Martin Schöne gewährte einen Einblick in die Arbeit, den „Förderdschungel“ zu durchforsten und zu erschließen, dank Kontakten und Recherchen. Spenden von Mitgliedern waren wichtig, ebenso von lokalen Banken, der Provinzial, dem Pianohaus Mickel und Gelder des Landes NRW für Kulturförderung und der Bezirksvertretung. So kam auch finanzielle Hilfe für das zweitägige Jubiläums-Programm mit starken Beiträgen junger Musiker. Der Kassenbestand ist etwas gewachsen. Schatzmeisterin Ulrike Kampert sah sich von den Kassenprüfern Hans Rath und Andreas Vogt „begeistert“ gelobt. Als neue Kassenprüferin kandidierte Angela Haase-Nimzik – einstimmig. Ebenso entlastete man den Vorstand. 131 Mitglieder zählt der Verein, vier mehr als im Vorjahr.
Eine besondere Ausgabe steht an: Der hochwertige Flügel soll, wie der 1. Vorsitzende, Professor Eberhard Hüppe, es ausdrückte, „wieder im alten Glanz erstrahlen“. Dazu müssen auch die Hämmerchen instandgesetzt werden. Derzeit lässt sich mit dem Flügel „nicht leise spielen“, nannte Hüppe ein Defizit. Diese Ausgabe, so Schöne, würde man gern mit Geld von außerhalb des Kassen-Bestands bestreiten. Man wolle sich für das kulturelle Programm „Beinfreiheit“ bewahren, appellierte er an Spender. Fertig sein soll der Klavier-Spezialist vor dem nächsten Klavier-Konzert – am 27. Februar 2026 spielt Naho Suzuki die „Die Fantasie der Fantasien“.
() Einstimmigkeit bestimmte Entlastungen wie Wahlen bei KulturVorOrt Wolbeck. Foto: anh.
() Gern blieb ein Teil der Mitglieder zum Austausch nach der Versammlung. Foto: anh.
Einstimmigkeit bestimmte Entlastungen wie Wahlen bei KulturVorOrt Wolbeck. Gern blieb ein Teil der Mitglieder zum Austausch nach der Versammlung. Foto: A. Hasenkamp.
