12.05.2026

Dieter W. Pelzer stellt bis in den Mai 2026 aus

Münster-Angelmodde (agh). Fast wäre die Einführung ultra-kurz gewesen. Engelbert Honkomp begrüßte die etwa zwei Dutzend Gäste im Sonnenschein Gallitzin-Haus der Heimatfreunde Angelmodde zur Vernissage der Ausstellung „(in)visible – im Spannungsfeld von Geist und Form“. Aus einer Analogie mit Höhlenmalereien leitete er für die Werke Dieter W. Pelzers ab: „Da ist etwas hinter den Bildern, was man nicht sieht.“ Worauf Hans-Georg Dornhege, Kurator der Heimatfreunde, antwortete: „Damit ist im Grunde alles gesagt.“
Dennoch, Dornhege und Pelster vermittelten den Gästen am Samstagnachmittag weitere Durchblicke und Hintergründe, in einem ausführlichen dialogischen Gespräch: Zum kunsthistorischen Hintergrund mit Wassily Kandinsky Streitschrift über Geistiges in der Kunst und das Abstrakte, über den Arbeitsprozess Pelzers, die Entmaterialisierung des Punktes. Wassily Kandinsky argumentiert in Über das Geistige in der Kunst, dass echte Kunst nicht bloß äußere Wirklichkeit abbilden soll, sondern innere seelische und geistige Zustände ausdrücken muss. Farben, Formen und Kompositionen wirken dabei wie eine eigene „Sprache“, die direkt auf die Seele des Betrachters einwirkt – unabhängig davon, ob sie gegenständlich sind oder nicht. Damit liefert Kandinsky eine der zentralen Begründungen für die abstrakte Kunst: Sie soll das Unsichtbare sichtbar machen.
Lange blieben die Gäste bei den Tusche-Werken und den nahezu fotorealistischen Öl-Gemälden aus Natur-Motiven Schwedens, Pelzers Zyklus „Soul of Sweden“.
Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 10. Mai 2026, jeweils samstags und sonntags von 16 bis 18 Uhr.